| 3.
|
 |
Beuteerwerb und Orientierung |
Katzen ernähren sich ausschließlich tierisch, das Nahrungsspektrum reicht von Insekten bis zu großen Säugern; manche Arten können auch dem Menschen gefährlich werden. Katzen jagen gern im Halbdunkel, doch auch im Dunkeln und bei Tageslicht machen sie Beute. Sie pirschen sich an ihre Beute heran und springen sie dann entweder an oder hetzen sie über zumeist kürzere Distanzen, oder sie lauern ihrem Opfer (z. B. auf einem Ast) liegend auf. Zum Ergreifen der Beute werden Krallen und Zähne eingesetzt. Katzen jagen zumeist allein, Löwen allerdings vorwiegend im Rudel. Bei der Jagd verlassen sich Katzen vor allem auf ihre Augen und ihr Gehör. Der Geruchssinn ist ebenfalls sehr empfindlich, wird aber gewöhnlich nur bei der Prüfung des erbeuteten Tieres eingesetzt. Im Gegensatz zu anderen Säugetieren können Katzen die Geschmacksrichtung süß nicht wahrnehmen, weil der entsprechende Rezeptor in den Geschmacksknospen der Zunge nicht aktiv ist (PLoS Genetics, 2005). Die Pupillen der Augen, die sich tagsüber zu einem senkrechten Schlitz zusammenziehen, vergrößern sich stark in der Dunkelheit und nehmen eine runde Form an. Die Hornhaut der Augenlinse einer Katze weist Zonen mit unterschiedlichen Brennweiten auf. Wenn sich die Pupille bei großer Helligkeit zu einer runden Öffnung verkleinerte (wie beim Menschen), wäre das Farbensehen der Katze unscharf. Die schlitzförmige Öffnung garantiert, dass Licht auch auf die Randzonen der Augenlinse einer Katze fällt, und ermöglicht so ein scharfes Abbild der Umwelt.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.