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Grasland

Grasland, Landschafts- und Vegetationstyp, bei dem eine mehr oder weniger geschlossene Schicht aus Gräsern den Boden überzieht, Bäume und Sträucher hingegen zurücktreten oder ganz fehlen.

Solche offenen Grasfluren kommen in allen Klimazonen vor; ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst mehr als 20 Prozent der Festlandsfläche. Besonders weit sind Grasländer in den äußeren, sommerfeuchten Tropen und in den trockeneren, winterkalten Gebieten der Mittelbreiten entwickelt; sie entsprechen dort weitgehend den Savannen sowie den Steppen und Prärien. Inselartig kommen von Gräsern dominierte Pflanzenformationen u. a. auch in der alpinen Stufe der Hochgebirge vor. Als Sekundärvegetation zählen darüber hinaus die vom Menschen geschaffenen Wiesen und Weiden zum Grasland oder Grünland.

Die geographische Verbreitung spricht dafür, dass sich Grasfluren vorwiegend unter Klimabedingungen entwickeln, an die Gräser besser angepasst sind als Gehölze. Neben dem Wasser- oder Wärmemangel und der kurzen Vegetationsperiode können für die Entstehung von Grasländern eine ganze Reihe anderer Ursachen entscheidend sein, z. B. häufige, länger andauernde Überschwemmungen, Pflanzen fressende Tiere, die junge Gehölze durch Verbiss vernichten, flachgründige, nährstoffarme Böden sowie durch Blitze entfachte oder vom Menschen gelegte Brände. Gerade Eingriffe des Menschen gelten als eine der Hauptursachen der Entstehung von Grasfluren. Heute gibt es nur noch winzige Reste naturnaher Grasländer, die ursprünglichen Grasfluren werden meist als Agrarland genutzt oder durch die fortschreitende Desertifikation zerstört.