Audiovisuelle Unterrichtsmedien
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Audiovisuelle Unterrichtsmedien
2. Nutzung

In den fünfziger und sechziger Jahren führten Entwicklungen in der Lernpsychologie, den Kommunikationswissenschaften und der Systemtheorie (Kybernetik) zur Erforschung des Unterrichtsprozesses, seiner Elemente und deren gegenseitiger Beziehungen. Im Zusammenspiel mit modernen pädagogischen Konzepten, die den klassischen Frontalunterricht ablösten, entstand die Methode des Unterrichts im Medienverbund, bei der zunächst vor allem Filme, Tonbänder und Overhead-Folien eingesetzt wurden. In der Praxis dient ihr Einsatz mehr der ergänzenden Bereicherung des konventionellen Unterrichts, als dass eine wirkliche Integration stattfindet. Euphorie (über die technischen Möglichkeiten) und Ernüchterung (über den tatsächlichen Lernerfolg) befinden sich bei der Nutzung audiovisueller Medien traditionell in einem kritischen Gleichgewicht, zumal viele Lehrkräfte sich im Umgang mit den Gerätschaften und ihrer sinnvollen Verwendung im Unterricht schwertun. Als Ursache hierfür können Defizite in der Lehreraus- und -fortbildung angesehen werden sowie die mangelhafte Integration technischer Medien in die Unterrichtstheorie. Als hemmend erweisen sich auch die zum Teil hohen Anschaffungskosten für Einrichtungen und Geräte. Dennoch wird in neuerer Zeit neben der Anschaffung von Computern die Einrichtung von Internet-Anschlüssen an Schulen und Hochschulen immer selbstverständlicher.