Devisen
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Devisen
2. Funktionen

Die Notwendigkeit, ausländische Zahlungsmittel zu halten und zu verwenden, entsteht aus wirtschaftlicher Betätigung über die Landes- und Währungsgrenzen hinweg. Auslandsreisen und Käufe im Ausland durch Privatpersonen, internationale Handelsbeziehungen von Unternehmen machen eine Bezahlung in ausländischer Währung erforderlich. Darüber hinaus lassen sich Devisen als Wertaufbewahrungsmittel halten, vor allem wenn ein Wertverlust der inländischen Währung durch Inflation droht.

Zentralbanken halten Devisen als Teil der nationalen Währungsreserven. Die Devisenreserven der Deutschen Bundesbank betrugen z. B. Ende 2005 rund 33,7 Milliarden Euro und machten damit etwa 39 Prozent ihrer gesamten Währungsreserven von 86,2 Milliarden Euro aus. Mit 23,8 Milliarden Euro bestand ein Großteil der Devisenreserven in Wertpapieren, der Rest in Einlagen bei anderen Währungsbehörden (Zentralbanken), der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie bei Geschäftsbanken bzw. Bankniederlassungen außerhalb der Euro-Zone.