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Taunus, Mittelgebirgszug in Hessen, Teil des Rheinischen Schiefergebirges mit dem Großen Feldberg (879 Meter) als höchster Erhebung. Im Bereich des Taunus endet der Oberrheingraben.
Das Mittelgebirge liegt nördlich der Mainmündung und erstreckt sich von Südwesten nach Nordosten. Es baut sich vor allem aus kristallinem Schiefer und Quarzit auf und ist aufgrund seiner Gesteinsunterschiede und unterschiedlicher tektonischer Beanspruchung morphologisch sehr vielfältig. Den südlichsten Bereich im Anschluss an das oberrheinische Tiefland bezeichnet man als Vortaunus. Hier ist die tektonische Beanspruchung am größten, die zur Ausbildung zahlreicher Bruchschollen führte. Morphologisch ist dieser Bereich durch zahlreiche nach Süden geöffnete Buchten erkennbar. Sie stellen klimatische Gunsträume dar und werden intensiv für Wein- und Gemüseanbau genutzt. Im Norden schließt sich der Hochtaunus an. Er weist die höchsten Erhebungen auf und ist überwiegend bewaldet. Hohe Niederschlagsmengen (um 1 000 Millimeter) ermöglichen im Winter zeitweilig Wintersport. Hier liegen die beiden Naturparks Hochtaunus und Rheintaunus. Den größten Teil des Taunus nimmt eine Hochfläche ein, der so genannte Hintertaunus, der größtenteils bewaldet ist. Seine breiten Täler bieten aufgrund von Lößablagerungen günstige Bedingungen für die Landwirtschaft.
Die Region ist das wichtigste Naherholungsgebiet des Rhein-Main-Ballungsraumes um Frankfurt. Neben der reizvollen Landschaft ziehen zahlreiche Mineralquellen (Wiesbaden, Bad Homburg vor der Höhe, Bad Nauheim) Touristen und Kurgäste an. Zunehmende Bedeutung gewinnt das Umland Frankfurts auch als Wohnort für Pendler.