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Niederdeutsch |
Zum zweiten Hauptzweig des Deutschen, Plattdeutsch oder Niederdeutsch, gehören: Niederfränkisch, das sehr eng mit dem Niederländischen (Holländisch-Flämischen) verwandt ist und nur im Westen in einem sehr schmalen Randbereich im deutsch-niederländischen Grenzgebiet gesprochen wird, und Niedersächsisch, das im norddeutschen Tiefland und im Osten und Nordosten bis zur Elbe einschließlich der Städte Münster, Kassel, Bremen, Hannover, Hamburg und Magdeburg gesprochen wird. Für das Niederdeutsche gibt es keine Standardschriftsprache. Mit der Kolonisierung des Baltikums durch den Deutschritterorden verbreitete sich das Niederdeutsche sowohl in den Ländern östlich der Elbe bis nach Brandenburg, Mecklenburg und Pommern als auch in einigen Teilen von Preußen. Die skandinavischen Sprachen haben aus dem Niederdeutschen zahlreiche Wörter entlehnt, aber die Sprache verlor mit dem Niedergang der Hanse an Bedeutung (siehe deutsche Mundarten).
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