Bangkok
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Bangkok
4. Geschichte

Rama I., der erste König der seither regierenden Chakri-Dynastie, gründete die Stadt 1782, unmittelbar nachdem er den Thron bestiegen hatte. Er verlegte die Hauptstadt von Thon Buri, das seit 1767 Hauptstadt war, auf die gegenüberliegende Flussseite ins heutige Bangkok und nannte die Stadt Krung Thep (Stadt der Engel). Beim Ausbau diente die alte Hauptstadt Ayutthaya, die 1767 durch die Birmanen zerstört worden war, als Vorbild.

Die Fertigstellung der ersten gepflasterten Straße (an der Stelle eines früheren Khlongs) im Jahr 1864 war ein Einschnitt in der städtebaulichen Entwicklung Bangkoks. In den darauf folgenden Jahrzehnten wurde die Stadt durch den Bau einer Eisenbahnlinie verkehrstechnisch mit den nördlichen Landesteilen verbunden, in der Innenstadt bestimmten Straßenbahnen den Verkehr. Für den Bau von Boulevards und Straßen wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts viele Khlongs zugeschüttet. Während des 2. Weltkrieges war Bangkok von Japan besetzt. 1944 und 1945 war die Stadt Ziel von Bombenangriffen der Alliierten. Nach dem Krieg wurde der bereits Anfang des 20. Jahrhunderts begonnene Ausbau der Stadt fortgesetzt. Der zunehmende wirtschaftliche Aufschwung Thailands vor allem in den achtziger Jahren (siehe asiatische Tigerstaaten) verstärkte die Landflucht und bewirkte eine starke Zuwanderung in die Hauptstadt. Bangkok war zu jener Zeit eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt. Der Boom veränderte auch das Stadtbild nachhaltig; im Zentrum entstanden immer mehr Hochhäuser, in denen viele international agierende Unternehmen ihren Hauptsitz oder eine Niederlassung einrichteten.

1. Aktuelle Situation

Bangkok leidet seit Jahrzehnten unter katastrophalen Umweltbedingungen, die u. a. auf das hohe Verkehrsaufkommen und die hohe Bevölkerungsdichte zurückzuführen sind. Neben dem Fehlen eines zentralen Wasserversorgungsnetzes sind das allenfalls im Aufbau befindliche Abwassersystem und die starke Luftverschmutzung große Probleme. Noch in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Abwässer aus Industriebetrieben und Haushalten ungereinigt in den Chao Praya geleitet. Ein weiteres ungelöstes Problem stellt das Absinken des Grundwasserspiegels dar, das auch auf die von staatlicher Seite gebilligte Errichtung privater Brunnen in Wohngebieten verursacht wird.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 6,49 Millionen (2003).