Azteken
Klicken Sie im Menü Datei auf Drucken, um die Informationen zu drucken.
Azteken
2. Ursprung

Nach dem Niedergang der Toltekenkultur, die ihre Blütezeit im 10. und 11. Jahrhundert erreicht hatte, strömten verschiedenste Einwanderergruppen in das zentrale Plateau um den Texcoco-See. Da die Azteken zu den Nachzüglern gehörten, konnten sie lediglich eine sumpfige Gegend am Westufer des Sees besiedeln. Sie waren von mächtigen Nachbarn umgeben, denen sie Tribut entrichten mussten. Ihr einziges trockenes Stück Land bestand aus einer winzigen, von Sumpf umgebenen Insel.

Dass es den Azteken nach einem so ungünstigen Anfang dennoch gelang, innerhalb von zwei Jahrhunderten ein mächtiges Reich zu errichten, lässt sich zum Teil auf ihren festen Glauben an eine Legende zurückführen. Dieser Überlieferung zufolge würden die Azteken in einem Sumpfgebiet eine große Kultur errichten, und zwar genau dort, wo sie einen auf einem Felsen wachsenden Kaktus erblicken würden, auf dem ein Adler eine Schlange frisst. Die Priester der Azteken behaupteten, sie hätten dieses Bild bei ihrer Ankunft im Sumpf gesehen (noch heute finden sich, in Anspielung auf diese Legende, auf mexikanischen Geldscheinen Adler, Schlange und Kaktus).

Als die Bevölkerungszahl der Azteken zunahm, bauten sie überragende militärische und zivile Organisationen auf. Im Jahre 1325 gründeten sie die Stadt Tenochtitlán, die am Ort des heutigen Mexiko-Stadt gelegen war.