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| 4. | Die Aztekenkonföderation |
Die Azteken gingen Bündnisse mit anderen Volksgruppen ein und schufen dabei ein Reich, das sich von Zentralmexiko bis zur Grenze des heutigen Guatemala erstreckte. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde es von Tenochtitlán und den Stadtstaaten Texcoco und Tlatelóco (heute Tacuba) gemeinsam regiert. Innerhalb von 100 Jahren gelang es den Azteken jedoch, die alleinige Herrschaft zu erringen. Die anderen Königreiche trugen diesen Titel nur noch dem Namen nach.
Am Ende der Regierungszeit Moctezumas II. im Jahr 1520 waren 38 tributpflichtige Provinzen errichtet worden. An den Rändern des Reiches verteidigten einige Völker dennoch eisern ihre Unabhängigkeit. Aufgrund dieser Streitigkeiten hatte Cortés im Jahre 1521 keine Probleme, das Reich zu erobern. Neben den internen Problemen trug noch ein anderer Umstand zum raschen Untergang bei: Moctezuma II. hatte den Eroberer Cortés willkommen geheißen, weil er ihn für den Gott Quetzalcoatl hielt (die gefiederte Schlange, siehe unten).