Römische Mythologie
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Römische Mythologie
1. Einleitung

Römische Mythologie, Gesamtheit der mythischen Überlieferungen der Kultur des alten Roms von der so genannten mythischen Zeit bis zum Beginn des Mittelalters. Danach wurde das Christentum die bestimmende Religion im Römischen Reich, die die ursprüngliche verdrängte. Die Religion der frühen Römer veränderte sich durch die Ergänzung zahlreicher und widersprüchlicher Überzeugungen in späteren Zeiten und durch die Übernahme eines großen Teils der griechischen Mythologie so stark, dass die Rekonstruktion der antiken Glaubensvorstellungen nicht mehr möglich ist. Da bereits vor Beginn der Geschichtsschreibung die religiösen Vorstellungen ständig neuen Einflüssen ausgesetzt waren und stark unterschiedliche regionale Ausprägungen auswiesen, blieben deren Wurzeln den frührömischen Verfassern von religiösen Werken wie dem Gelehrten Marcus Terentius Varro aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. weitgehend unbekannt. Andere klassische Autoren, wie der Dichter Ovid in seiner Fasti (Festkalender), waren von alexandrinischen Modellen stark beeinflusst und nahmen in ihre Werke oft griechische Glaubensüberzeugungen auf, um die fehlenden Steine im Mosaik der römischen Überlieferung auszufüllen.