Belgrad
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Belgrad
3. Stadtbild und Kultur

Im spitzen Mündungsabschnitt zwischen Save und Donau erhebt sich die Festungsanlage Kalemegdan (bereits in der Antike als römische Festung gegründet, seither vielfach umgebaut und erweitert) auf dem Ausläufer der Hügelkette der Šumadija. Gleich dahinter beginnt die Altstadt (Stari grad). In Belgrad haben ihren Sitz: der Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche, ein katholischer Erzbischof, die Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste, die Universität (1863 gegründet), die Hochschule der Künste (1973 gegründet), eine technische Hochschule, eine medizinische Akademie sowie zahlreiche Forschungsinstitute (u. a. für Atomphysik, Astronomie und Meteorologie). Neben dem Regierungssitz sind in Belgrad auch die Nationalbibliothek, das Staatsarchiv, zahlreiche Museen (u. a. das Nationalmuseum, ein ethologisches Museum sowie das Museum der Modernen Künste) und ein Botanischer Garten ansässig.

Aus alter Zeit stammen der Römische Brunnen (15. Jahrhundert) und die Bajrakli-Moschee (17. Jahrhundert). Die heute noch erhaltenen Gebäude der Festung Kalemegdan stammen aus der Zeit zwischen 1717 und 1739. Die meisten Gebäude in Belgrad wurden im 19. und 20. Jahrhundert erbaut, z. B. die Erzengel-Michael-Kathedrale (1837-1845), das Alte Schloss (1882, heute Sitz des Stadtrats), der Palast der Fürstin Ljubica (1834), das Justizministerium (1893), das Offizierskasino (1895) und das Nationalmuseum (1903). Schöne Jugendstilbauten sind das Kaufhaus Kluz (1908) sowie das Hotel Moskwa (1906).