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Koboldmakis

Koboldmakis, Familie knapp rattengroßer Halbaffen mit fünf Arten, die in der südostasiatischen Inselwelt vorkommen und u. a. auf Borneo, Celébes, Sumatra und einigen philippinischen Inseln anzutreffen sind.

Koboldmakis haben Kopfrumpflängen von 10 bis 15 Zentimetern, einen etwa 20 Zentimeter langen, weitgehend nackten Schwanz, der in einem Haarbüschel endet, und wiegen bis zu 160 Gramm. Sie besitzen ein weiches, zumeist braungraues Fell und einen großen, runden Kopf. Das auffälligste Merkmal dieser nachtaktiven Tiere sind ihre außergewöhnlich großen, lichtempfindlichen Augen, die ihnen das Sehen bei Nacht ermöglichen. Koboldmakis haben eine kurze Schnauze und lange, abgerundete Ohren. Ihre Gliedmaßen sind schlank, die hinteren Gliedmaßen eignen sich aufgrund ihrer langen Fußwurzelknochen besonders zum Springen. Auch Finger und Zehen sind außergewöhnlich lang. Sie besitzen fleischige scheibenförmige Wülste an den Enden, die eine gute Grifffestigkeit gewährleisten. Der in seinem Bestand bedrohte Celébes-Koboldmaki trägt an seinem Körper eine olivgrüne Zeichnung sowie schwarze Flecken an Kopf und Gesicht.

Die baumbewohnenden Koboldmakis leben in Regenwäldern, Gebüschen und Plantagen. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und Eidechsen. Die Tiere sind Einzelgänger, leben aber auch paarweise oder in kleinen Familiengruppen und bilden etwa einen Hektar große Reviere. Koboldmakis können sich das ganze Jahr hindurch paaren; das Weibchen bringt nach sechsmonatiger Tragzeit ein einzelnes Junges zur Welt.

Systematische Einordnung: Koboldmakis bilden die Familie Tarsiidae der Ordnung Primates. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Celébes-Koboldmakis lautet Tarsius spectrum.