| Suchansicht | Methan | Artikelansicht |
| 1. | Einleitung |
Methan, organische gasförmige Verbindung, die aus Kohlenstoff und Wasserstoff besteht und mit der Formel CH4 das erste Mitglied der Kohlenwasserstoffe bildet.
| 2. | Eigenschaften, Vorkommen, Verwendung |
Methan ist leichter als Luft, farblos, geruchlos und leicht entzündlich; der Schmelzpunkt liegt bei -182,5 °C, der Siedepunkt bei -161,5 °C. Methan ist in Erdgas enthalten, kommt als Grubengas in Kohlegruben vor, ist ein Beiprodukt der Erdölraffination und entsteht bei den Zersetzungsprozessen in Sümpfen. Außerdem ist Methan ein wichtiger Bestandteil in der Atmosphäre der äußeren Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. In der Erdatmosphäre spielt es scheinbar bei der Bildung leuchtender Nachtwolken eine Rolle. Eine Mischung aus Methan und Wasser kommt als tiefgefrorenes Produkt in der Tiefsee und in Dauerfrostböden vor. Diese Methanhydrate sind in jüngster Zeit ins Interesse der Forschung gerückt, weil ihre Vorkommen nach unbestätigten Schätzungen mehr Energie enthalten sollen, als alle auf der Welt bekannten Erdöl-, Erdgas- und Kohlelagerstätten zusammen.
Methan kann z. B. durch Hydrierung von Kohlenstoff oder Kohlenoxid oder durch die Reaktion von Wasser mit Aluminiumcarbid hergestellt werden. Das Gas wird nicht nur als Brennstoff genutzt. In der chemischen Industrie ist Methan ein wichtiger Synthesebaustein. So dient es beispielsweise zur Herstellung von Synthesegas, das man für viele technische Prozesse (z. B. zur Ammoniaksynthese) benötigt. Methan wird u. a. auch zur Erzeugung von Cyanwasserstoffsäure (Blausäure), Halogenkohlenwasserstoffe, Acetylen (Ethin) und Ruß; (z. B. Druck- und Reifenindustrie) verwandt.