Sri Lanka
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Sri Lanka
6. Wirtschaft

Sri Lankas Wirtschaft beruht hauptsächlich auf der Landwirtschaft, die teilweise der Selbstversorgung, teilweise dem Export dient. Auf verstaatlichten Plantagen werden Tee, Kautschuk und Kokosnüsse angebaut, die fast die Hälfte der Exporteinnahmen des Landes ausmachen. Neben dem traditionellen Handwerk und dem Fremdenverkehr sind auch Industrie und Bergbau von wirtschaftlicher Bedeutung. Abgebaut werden Edel- und Halbedelsteine, Graphit, Kaolin und Titanrohstoffe. Gegen Ende der siebziger Jahre startete die Regierung ein neues Programm zur Beschleunigung des wirtschaftlichen Wachstums, das auch die Abschaffung verschiedener staatlicher Monopole beinhaltete, um den Wettbewerb auf dem privaten Sektor anzukurbeln. Mitte der achtziger Jahre versuchte sie, ausländische Investoren für exportorientierte Industriezweige zu gewinnen. In den neunziger Jahren verschlechterten sich Sri Lankas Zukunftsaussichten jedoch infolge der hohen Arbeitslosigkeit und der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Singhalesen und Tamilen. Sri Lankas Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt bei 26 964 Millionen US-Dollar, was einem BIP pro Einwohner von 1 355,90 US-Dollar entspricht. Die Handelsbilanz von Sri Lanka ist negativ.

1. Landwirtschaft

Etwa 29 Prozent der Fläche Sri Lankas werden landwirtschaftlich genutzt, davon rund 12 Prozent für den Teeanbau. Sri Lanka ist der drittgrößte Teeproduzent der Erde, nach Indien und China. Der Export von Tee bringt etwa ein Viertel der gesamten Exporteinnahmen des Landes.

Das Grundnahrungsmittel der Bevölkerung und die wichtigste Nutzpflanze der Insel ist Reis. Für den Reisanbau wird mehr Fläche bewirtschaftet als für den Anbau jeder anderen Nutzpflanze. Gemüse wird nur in kleinen Mengen und nur für den Eigenbedarf angebaut. Große Mengen Zucker, Weizen und Reis müssen importiert werden.

2. Forstwirtschaft und Fischerei

Der Bedarf an Holz wird durch die staatlichen Waldbestände gedeckt. Die jährliche Holzernte beträgt etwa 9,1 Millionen Kubikmeter. Mehr als 90 Prozent der Holzernte werden als Brennstoff verwendet. Das Fischereiwesen beschränkt sich auf einen kleinen Küstenstreifen und trägt nur relativ wenig zur Volkswirtschaft bei. 2005 beliefen sich die Fangzahlen auf etwa 164 230 Tonnen Fisch.

3. Industrie

Die Industrie spielt in Sri Lanka eine untergeordnete Rolle, sie macht 27,1 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts des Landes aus (2006). Die bedeutenderen Industrieunternehmen, von denen sich die meisten ganz oder zum Teil in staatlicher Hand befinden, sind neben einer Erdölraffinerie eine Reifenfabrik und ein Stahlwerk. Daneben werden Zement, Textilien, Kleidung, Zucker, Zigaretten, Papier- und Lederwaren, elektronische Anlagen und chemische Erzeugnisse hergestellt.

4. Währung und Außenhandel

Die Währung Sri Lankas ist die Sri-Lanka-Rupie, die sich aus 100 Sri-Lanka-Cents zusammensetzt. Importiert werden hauptsächlich Industrieprodukte, Maschinen und Transportausrüstungen sowie Nahrungsmittel. Sri Lankas wichtigste Handelspartner sind Japan, Großbritannien, die Vereinigten Staaten, Deutschland, Iran und Indien.

5. Verkehrswesen

Die meisten Regionen der Insel werden durch das etwa 97 286 Kilometer lange Straßennetz gut erschlossen (2003). 81 Prozent der Straßen sind asphaltiert. Das Schienennetz hat insgesamt eine Länge von 1 449 Kilometern (2003).

Sri Lanka besitzt drei internationale Flughäfen. Die staatliche Fluggesellschaft Air Lanka fliegt sowohl inländische als auch ausländische Ziele an.