Sri Lanka
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Sri Lanka
2. Land

Ein herausragendes Merkmal der Topographie Sri Lankas ist das zentrale Hochland im südlichen Teil des Landes, dessen höchster Punkt, der Gipfel des Pidurutalagala, eine Höhe von 2 524 Metern erreicht. Hier befinden sich die beiden Hochebenen Nuwara-Eliya und Horton, die die wichtigsten kommerziellen Teeanbaugebiete Sri Lankas sind.

1. Flüsse und Seen

Die gebirgige Region im Landesinneren ist besonders reich an Flüssen und Strömen, deren Lauf von Stromschnellen unterbrochen wird. Der längste Fluss ist der Mahaweli Ganga, der südlich von Trincomalee in den Indischen Ozean mündet. Andere Flüsse sind z. B. der Kelani, dessen Mündung in der Nähe von Colombo liegt, und der Kalu, der bei Kalutara an der Südwestküste ins Meer fließt.

2. Klima

Sri Lanka liegt im Bereich des innertropischen Äquatorialklimas. Im Südwesten der Insel erreichen die Niederschläge Höhen bis zu 2 500 Millimetern mit zwei Maxima im Mai und Oktober. Im Osten sinken die Niederschlagsmengen auf 1 500 Millimeter pro Jahr. Die trockensten Gebiete liegen im Nordosten und Südwesten. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 32,2 °C im Tiefland und 21,1 °C in den höheren Gebirgsregionen.

3. Flora und Fauna

Sri Lanka ist bekannt für die Schönheit und Vielfalt seiner Vegetation. Insgesamt sind rund 28 Prozent der Landesfläche bewaldet. Im Südwesten des Landes sind riesige Flächen von dichtem tropischen Regenwald bedeckt. Die höheren Bergregionen sind ebenfalls stark bewaldet. In den Küstenebenen gedeihen viele verschiedene Palmenarten. Savannen und Trockenwälder bestimmen den nördlichen und östlichen Teil der Insel.

Die Tierwelt Sri Lankas, zu der auch viele vom Aussterben bedrohte Tierarten zählen, ist sehr vielfältig und umfasst u. a. Geparden, Leoparden, verschiedene Affenarten und Elefanten. Es gibt auch zahlreiche Reptilienarten, darunter Krokodile und Pythons.

4. Umweltsituation

Die Entwaldungsrate ist sehr hoch, da die Regenwälder für die Gewinnung von Brennholz, für den Holzexport oder für die Anlage von Plantagen gerodet werden. Dadurch geht ein Großteil des Lebensraumes für die Flora und Fauna verloren, und die Böden unterliegen verstärkter Erosion. Ein weiteres Problem ist die Wilderei, der noch immer zahlreiche gefährdete Arten zum Opfer fallen. Die Ökosysteme an der Küste Sri Lankas leiden unter der Einleitung von Abwässern. Dennoch bemüht sich die Regierung von Sri Lanka um den Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt. Etwa 15,5 Prozent (2007) der Landesfläche stehen unter Naturschutz. Das Schutzgebiet Sinharaja umfasst eines der letzten Gebiete unberührten Regenwaldes auf der Insel. Es wurde 1988 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.