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| 2. | Land |
Mit einer Fläche von 678 358 Quadratkilometern ist Texas nach Alaska der zweitgrößte Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Die größte Ausdehnung beträgt in Nord-Süd-Richtung etwa 1 300 Kilometer und in Ost-West-Richtung etwa 1 250 Kilometer. Der höchste Gipfel ist der Guadeloupe Peak, der 2 667 Meter hoch ist und sich im Westen des Landes befindet. Die Küste am Golf von Mexiko ist etwa 600 Kilometer lang. Galveston, Matagorda und Padre sind Inseln vor dieser Küste.
| 1. | Physische Geographie |
Texas lässt sich in vier Regionen aufgliedern: das Gebiet Basin and Range, die Great Plains, die Osage Plains und die West Gulf Coastal Plain.
Das Gebiet Basin and Range liegt im Westen und wird im Osten vom Rio Pecos und im Westen vom Rio Grande begrenzt. Durch die Wechsellagerung härterer und weicherer Gesteine und die Steilstellung der geologischen Schichten entstanden steile Schichtrippen, die durch Täler voneinander getrennt sind. Tiefe Schluchten am Oberlauf des Rio Grande tragen zur Schönheit dieser Landschaft bei.
Die Great Plains nehmen einen großen Teil des Zentrums und den Hauptteil des schmalen Fortsatzes (Texas Panhandle) im Norden ein. Ihre Höhenlage bewegt sich zwischen etwa 300 Meter im Osten bis zu 1 300 Meter im Llano Estacado (der „abgesteckten Ebene”) entlang der mexikanischen Grenze. Die baumlosen und trockenen Great Plains werden im Süden von einer Hügellandschaft und der Edwards-Hochebene unterbrochen. Die Böden dieses großen Gebiets sind heute aufgrund von Bewässerungsmaßnahmen und Trockenfeldbau äußerst ertragreich und liefern reiche Weizen- und Baumwollernten.
Die Osage Plains erstrecken sich südlich von Oklahoma. Fruchtbare schwarze Böden insbesondere im östlichen Teil machen dieses Gebiet zu einer fruchtbaren Agrarregion mit Baumwoll- und Getreideanbau sowie Viehzucht. Der hügelige Teil im Westen ist besser für die Viehhaltung geeignet.
Die West Gulf Coastal Plain umfasst ungefähr die östlichen zwei Fünftel von Texas und reicht bis zum Golf von Mexiko. Die Ebene besitzt fruchtbare, sandige Böden und ein subtropisch-feuchtes Klima.
| 2. | Flüsse und Seen |
Die Hauptflüsse sind der Rio Grande, der die Grenze mit Mexiko bildet, sowie Nueces, Colorado, Brazos, Trinity River, Neches, Canadian und Red River.
In Texas gibt es zahlreiche Stauseen, wie z. B. den Amistad- und den Falconstausee, die am Rio Grande liegen. Die Stauseen dienen der Wasserversorgung der Städte, vor allem in den trockeneren Regionen. Im Gebiet Basin and Range sind zahlreiche Salzseen und -becken zu finden.
| 3. | Klima |
Texas hat subtropisches Klima mit verschiedenen Feuchtegraden. Der Osten ist maritim, humid bis semihumid. Richtung Westen wird es immer trockener – dort herrscht ein semiarides, kontinentales Klima.
Die Sommer sind heiß; die Durchschnittstemperaturen reichen von etwa 31 °C in Galveston bis etwa 34 °C in Amarillo. Temperaturen über 37,8 °C sind dabei keine Seltenheit. Die Durchschnittstemperaturen im Winter liegen zwischen 9,4 °C in Galveston und -4,4 °C in Amarillo. In Texas wurde die niedrigste Temperatur von -30,6 °C 1899 in Julia und 1933 in Seminole gemessen. Die höchste Temperatur von 48,9 °C wurde 1936 in Seymour erreicht. Gelegentlich wird die Golfküste von Orkanen heimgesucht, auch Tornados sind relativ häufig. Im Mai 1999 richtete eine Serie von Tornados in Teilen von Texas schwere Verwüstungen an.
| 4. | Flora und Fauna |
Die Vegetation in Texas reicht von dichten Wäldern im Osten bis zu Wüsten im Südwesten. Etwa acht Prozent des Bundesstaates sind bewaldet. Die wichtigsten Baumarten sind Eiche, Amerikanischer Amberbaum, Kiefer, Wacholder und Mesquitestrauch. Im Hügelland von Texas und im gesamten Gebiet Basin and Range findet man Kakteen.
Kleine Säugetiere wie Kaninchen, Stinktier, Opossum, Waschbär und Gürteltier kommen häufig vor, ebenso das wilde Truthuhn und der Weißwedelhirsch. Zu den hier lebenden Raubtieren gehören u. a. Puma, Luchs, Kojote und Rotwolf. Es gibt über 100 verschiedene Schlangenarten, 16 davon sind giftig. Barsch, Wels und Sonnenfisch kommen in den Bächen und Stauseen zahlreich vor. An der Golfküste werden Austern und Garnelen in beträchtlichen Mengen gefangen.
Die unterschiedlichen Landschaften von Texas bieten Lebensraum für etwa 400 Vogelarten. Der seltenste Vogel ist dabei der Schreikranich, der an seinem Überwinterungsort an der Golfküste, im Aransas National Wildlife Refuge, unter Schutz steht. Weitere bedrohte Arten sind Ozelot, Wieselkatze und eine als „Houston toad” bekannte Krötenart.