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Golf von Bengalen

Golf von Bengalen, Meeresarm des Indischen Ozeans, der etwa 2 090 Kilometer lang und 1 600 Kilometer breit ist. Der Golf von Bengalen grenzt im Westen an Indien, im Norden an Bangladesch und im Osten an Myanmar sowie die Malaccahalbinsel. Das Andamanische Meer im Osten ist ein Nebenmeer des Golfes von Bengalen; zwischen beiden liegen die Inselgruppen der Andamanen und der Nikobaren.

Das Wetter der Region wird besonders im Winter und im Sommer vom Monsun bestimmt, im Frühling und Herbst treten häufig Wirbelstürme auf (siehe Zyklone). Im südlichsten Teil des Golfes ereignete sich Ende 2004 ein Seebeben, das einen gewaltigen Tsunami auslöste. Die Meereswoge breitete sich über den gesamten Golf von Bengalen aus und richtete auf dem Festland sowie auf den Inseln stellenweise verheerende Schäden an.

Viele große Flüsse münden in den Golf: der Ganges und der Brahmaputra im Norden, der Irawadi im Osten und der Mahanadi, Godavari, Krishna und Cauvery im Westen. Für Hindus ist der Ganges heilig. Sowohl der Ganges als auch der in Tibet entspringende Brahmaputra haben im Mündungsbereich eine mächtige Sedimentschicht abgelagert, die bis zu 2 000 Kilometer in den Golf hineinragt. Der Irawadu bildet an der Westküste Myanmars ein ausgedehntes Delta und mündet in das Andamanische Meer.

Bedeutendster Seehafen Indiens am Golf von Bengalen ist Madras. Der künstlich geschaffene Hafen liegt an der Koromandelküste. Zahlreiche natürliche Häfen gibt es an der Küste von Myanmar, darunter Akyab, Moulmein und Tavoy.