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| 3. | Aufbau der Messe |
Seit dem 6. Jahrhundert war der Aufbau der Messe genau festgelegt. Heute können vier Teile unterschieden werden:
Die Vormesse besteht aus der Eröffnung (Introitus), Begrüßung der Gemeinde, Einzug des Priesters und der Messdiener (mit Gesang), gemeinsamer Bußakt mit einer Litanei (Kyrie eleison) und dem Gloria in excelsis am Ende. Am Schluss der Vormesse steht das Tagesgebet.
Der zweite Teil der Messe ist der Wortgottesdienst, bei dem Texte aus dem Alten Testament oder Briefe aus dem Neuen Testament gelesen werden. Danach folgt das Graduale, das früher von den Stufen (gradus) der Kanzel aus gesungen wurde. Der letzte gelesene Text ist das Evangelium (eines der vier Evangelien des Neuen Testaments). Anschließend folgen die Predigt, das Credo sowie die Fürbitten.
Im dritten Teil der Messe, der Eucharistiefeier, werden Brot, Wein und andere Gaben zum Altar gebracht und mit dem Gabengesang Gott geweiht. Anschließend wird die Präfation, ein einleitendes Gebet, gesprochen, das mit dem Sanctus endet. Daran schließt sich das eucharistische Hochgebet (der Kanon) an.
Der Höhepunkt der Messe ist die Kommunion. Sie beginnt mit dem Gebet des Herrn (Vaterunser), wird mit Friedensgebet und Friedensgruß fortgesetzt und schließt mit der Kommunion der Geistlichen und der Gläubigen, bei der häufig eine Kommunionshymne gesungen wird.
Der vierte Teil besteht aus einem letzten Gebet (der Postkommunion), dem Segen und der Entlassung (Ite, missa est). In der Regel wird eine Auszugshymne gesungen, während der Geistliche und die Ministranten den Kirchenraum verlassen und in die Sakristei (Nebenraum der Kirche) ziehen.