Bergsteigen
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Bergsteigen
4. Geschichte

Als die Geburtsstunde des Alpinismus gilt die Besteigung des 1 912 Meter hohen Mont Ventoux in der Provence durch den Dichter Francesco Petrarca im Jahr 1336, die er in einem berühmten Brief dokumentiert hat. Das Bergsteigen als Sport begann im 18. Jahrhundert in Europa. Hierbei stand zunächst die Besteigung der höchsten Berge und die Erschließung der Alpen im Vordergrund. Als erster Gipfel wurde 1786 der Montblanc erfolgreich bestiegen; und durch die zweite Ersteigung am 3. August 1787 durch H. B. de Saussure wurde die Pionierphase des Alpinismus eingeleitet. Weitere Erstbesteigungen waren der Watzmann (1799), der Großglockner (1800), dann der Ortler (1804), die Jungfrau (1811), die Zugspitze (1820) und der Dachstein (1823). 1865 waren mit der Ersteigung des Matterhorns die meisten der höheren Alpengipfel erobert. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die meisten der heute aktiven Alpenvereine (siehe Deutscher Alpenverein) gegründet.

Im 20. Jahrhundert zog es die Bergsteiger besonders zu den höchsten Gipfeln der Erde, besonders im Himalaya und in den Anden. Nachdem mehrere Expeditionen auf den Mount Everest, den mit 8 850 Metern höchsten Berg der Welt, gescheitert waren, gelang schließlich 1953 dem Neuseeländer Sir Edmund Percival Hillary und dem Sherpa Norgay Tenzing die Erstbesteigung. Der K2 (Mount Godwin Austen) im Karakorum (Westhimalaya), der zweithöchste Berg der Erde ( 8 611 Meter), wurde ein Jahr später zum ersten Mal bestiegen.