Ostern
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Ostern
2. Vorchristliche Traditionen

Die Bezeichnung Ostern leitet sich von Ēastre ab, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit. Ihr Fest wurde am Tag vor der Frühlings-Tagundnachtgleiche gefeiert. Von den mit diesem Fest verbundenen Bräuchen überdauerte der Osterhase, der ein Symbol der Fruchtbarkeit ist.

Auch in anderen Kulturen wurde zu diesem Zeitpunkt der Frühlingsanfang gefeiert. Eine griechische Sage erzählt davon, wie Persephone, die Tochter Demeters, der Göttin der Erde, aus der Unterwelt an das Tageslicht zurückkehrt. Ihre Rückkehr war für die alten Griechen das Symbol für die Wiederkehr des Lebens im Frühling. Bei vielen antiken Völkern gab es ähnliche Legenden. Die Phryger glaubten, dass ihre allmächtige Gottheit sich zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende schlafen legte, und sie vollführten zur Frühlings-Tagundnachtgleiche Zeremonien mit Musik und Tanz, um sie zu wecken. Das christliche Osterfest, das viele dieser vorchristlichen Traditionen in sich aufnahm, ging in seiner religiösen Bedeutung unmittelbar aus dem jüdischen Passahfest hervor.