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| 1. | Einleitung |
Pflanzen, Angehörige des Pflanzenreiches, das ungefähr 260 000 bekannte Arten von Moosen, Farnen und Blütenpflanzen in zahlreichen verschiedenen Wuchs- und Gestaltformen umfasst.
Pflanzen prägen entscheidend die vielen verschiedenen Landschaftsbilder der Erde, den dichten Regenwald, die lichten Savannen oder die düsteren, borealen Nadelwälder des Nordens. Zudem machen sie rund 98 Prozent der Biomasse auf unserer Erde aus. Von ihnen hängt das Leben aller anderen Organismen ab, da nur sie das Sonnenlicht als Energiequelle nutzen können. Pflanzen weisen ganz erhebliche Größenunterschiede auf und sind im Detail sehr komplex gebaut; das Spektrum reicht von winzigen einzelligen Algen bis zu gewaltigen, mehrere tausend Jahre alten Mammutbäumen, die über 100 Meter Höhe erreichen können.
Die von Menschen zur Herstellung von Nahrungsmitteln, Baumaterialien, Fasern, Stoffen und Geweben, Medikamenten und Drogen direkt genutzten Pflanzen machen nur einen sehr geringen Anteil der bekannten Pflanzenarten aus. Dennoch sind alle Menschen von diesen wenigen Pflanzenarten hinsichtlich ihrer Funktion als Nahrungsmittel abhängig. In gleicher Weise bedeutend ist auch der indirekte Nutzen der Pflanzen, die den Sauerstoffgehalt der Erdatmosphäre seit mehr als drei Milliarden Jahren über die Photosynthese entwickelten. Erst durch diese Tätigkeit der Pflanzen wurde auf der Erde tierisches – und damit auch menschliches – Leben möglich, denn der Sauerstoff ermöglicht eine 20fach bessere energetische Nutzung der Nahrung. Heute besteht die Biomasse der Erde ganz überwiegend aus Pflanzen. Diese bilden nicht nur die Grundlage aller Nahrungsnetze, sondern stabilisieren zudem das Klima der Erde und bilden die Grundlage für die Entwicklung von Humus im Boden und die weitere Ansiedlung von Pflanzen und Tieren. Die Wälder des Karbons vor rund 350 Millionen Jahren stellen heute noch in Form der Kohlevorkommen eine wichtige fossile Energiereserve dar.