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| 3. | Heilige in der Kunst und Schutzheilige |
In der christlichen Kunst werden Heilige und Christus häufig mit einem Heiligenschein dargestellt (auch Nimbus, Aureole oder Gloriole genannt), einem Ring oder leuchtenden Bereich, der den Kopf oder die ganze Gestalt umschließt. Viele Heilige sind mit Emblemen abgebildet, an denen man sie leicht erkennen konnte. Märtyrer, die mit bestimmten Orten fest verknüpft waren, wurden schon im 4. Jahrhundert als deren Schutzheilige bezeichnet. Auch Handwerke und Stände hatten Schutzpatrone, und man konnte für jede Krankheit einen Heiligen anrufen, der sie heilen sollte. Bekannte Schutzheilige verschiedener Länder sind Andreas für Schottland, Dionysius für Frankreich, Georg für England, Nikolaus für Russland, Patrick für Irland, Jakobus der Ältere für Spanien, Stephan für Ungarn sowie Michael für Deutschland.
Der Begriff Hagiographie bezeichnet das Schrifttum, das sich mit Leben und Legenden der Heiligen befasst. Im Verfahren der Heiligsprechung kann der Papst auch heute noch aus kirchlicher Sicht verehrungswürdige Menschen zu Heiligen erklären. Grundvoraussetzung hierfür ist der „Nachweis” eines oder mehrerer Wunder.