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Geopolitik

Geopolitik, als Grenzfach zwischen Staatswissenschaft, Geographie und Geschichte die Lehre von der Bedeutung der geographischen Bedingungen für Politik und Staat. Geprägt wurde der Begriff von dem schwedischen Politologen Rudolf Kjellén in seinem Werk Staten som Lifsform (1916, Der Staat als Lebensform).

Jeder Staat steht unter der Maßgabe der geologischen und geographischen Gegebenheiten seines Staatsgebiets. Sie bestimmen, welche Formen wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Organisation realisierbar sind. Sie sind zudem maßgebend auch für seine Außenpolitik.

Der General Karl Haushofer entwickelte aus der politischen Geographie Friedrich Ratzels während der Zeit des Nationalsozialismus ein geopolitisches Konzept, das als pseudowissenschaftliche Grundlage zur Rechtfertigung der deutschen Expansion diente. Ein Aspekt der nationalsozialistisch umgedeuteten Geopolitik war die so genannte Lebensraumtheorie. Nach dieser Theorie wird der Lebensraum als ein Gebiet von der Größe definiert, die ein Land nach seiner Auffassung braucht, um wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Ausland zu erreichen.