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| 2. | Land |
Syrien liegt zwischen Mesopotamien und Mittelmeer, Syrischer Wüste und Anatolien. Die Küstenlänge beträgt 193 Kilometer.
| 1. | Physische Geographie |
Entlang der Mittelmeerküste erstreckt sich eine schmale, bis 30 Kilometer breite Küstenebene. Landeinwärts schließen mehrere von tektonisch jungen Einsenkungen getrennte Bruchfaltengebirge an. Die markantesten Gebirgsketten befinden sich im Südwesten des Landes – der Antilibanon und der Hermon, dessen Gipfel mit 2 814 Metern die höchste Erhebung in Syrien ist. Der Antilibanon läuft in die hügeligen Golanhöhen aus, die 1967 von Israel im Sechstagekrieg besetzt wurden. Nach Osten wird Syrien von Ebenen und Tafelländer geprägt, die im Süden stellenweise von vulkanischem Material bedeckt sind.
Der Euphrat ist der längste Fluss Syriens, er durchzieht – von der Türkei kommend – das Land auf einer Länge von rund 700 Kilometern und fließt dann auf irakisches Staatsgebiet. Der zweitgrößte Fluss ist der Orontes, der im libanesischen Teil des Antilibanon entspringt und nach Norden durch das westliche Syrien in die Türkei fließt.
| 2. | Klima |
Syrien markiert einen Übergangsraum zwischen dem Mittelmeergebiet mit Winterregen und den Trockengebieten im Osten. In den westlichen Landesteilen herrscht mediterranes Klima, das durch heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter gekennzeichnet ist. Die Jahresniederschläge betragen in der Küstenregion 500 bis 1 000 Millimeter, die mittleren Temperaturen liegen zwischen 12 °C im Januar und 28 °C im Juli. Nach Osten wird das Klima zunehmend trockener und kontinentaler mit größeren Temperaturschwankungen im Jahresverlauf. Die mittleren Temperaturen liegen zwischen 7 °C im Januar und 33 °C im Juli, die Jahresniederschläge unterschreiten in trockenen Jahren 100 Millimeter.
| 3. | Flora und Fauna |
Syrien verfügt nur über relativ begrenzte Gebiete mit üppiger natürlicher Vegetation. Im Allgemeinen sind die nicht landwirtschaftlich nutzbaren Regionen zu trocken für eine gut entwickelte Flora, und in den wenigen agrarisch wertvollen Gebieten wurde die gesamte natürliche Vegetation zerstört. In den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden im Durchschnitt jährlich 2,2 Prozent der waldbedeckten Fläche zur Gewinnung von Ackerland gerodet. Entlang der Küste gibt es mediterrane Pflanzen wie Zypressen und Tamarisken, der Osten des Landes besteht aus Steppen und Wüsten. Im Antilibanon sind Aleppokiefern und Eichen anzutreffen.
Zu den in Syrien heimischen Säugetieren zählen Goldschakale, Streifenhyänen, Falbkatzen (die Stammform unserer Hauskatzen), Stachelschweine, Gazellen, Persische Eichhörnchen und Wüstenspringmäuse; Syrien ist Heimat des Goldhamsters, der im Freiland allerdings kaum noch anzutreffen ist. Die Vogelwelt umfasst u. a. Flamingos, Pelikane, Strauße und Adler. In der Wüste leben Agamen, Chamäleons und Schlangen.