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| 2. | Anabolismus, Katabolismus und Amphibolismus |
In den Zellen jedes Lebewesens laufen gleichzeitig viele verschiedene Stoffwechselprozesse ab, die sich in drei Kategorien einordnen lassen: Anabolismus, Katabolismus und Amphibolismus. Der Anabolismus (auch Assimilation) umfasst den Aufbau von Substanzen für das Wachstum oder die Neubildung von Zellen, Geweben und Organen. Der Katabolismus (auch Dissimilation) umfasst die Energieproduktion und den Abbau von Stoffen, die als Abfallstoffe aus dem Organismus ausgeschieden werden. Anabolismus und Katabolismus sind über zahlreiche chemische Zwischenprodukte miteinander vernetzt; der Umbau dieser Zwischenprodukte wird als Amphibolismus (oder Intermediärstoffwechsel) zusammengefasst.
Die Endprodukte des Anabolismus sind organische Makromoleküle, vor allem Lipide, Polysaccharide, Proteine und Nucleinsäuren. Ausgangsstoffe sind einfache anorganische Moleküle wie Kohlendioxid und Ammoniak. Anorganische Moleküle dienen jedoch nur den Pflanzen und anderen autotrophen Organismen als Ausgangsstoffe für den anabolen Stoffwechsel. Tiere und andere heterotrophe Organismen sind dazu nicht in der Lage, ihr Stoffwechsel ist auf organische Ausgangsstoffe angewiesen, aus denen sie die nötige Energie für ihre anabolen Prozesse gewinnen. Alle Lebewesen sind daher miteinander in einem Nahrungsnetz verbunden, in dem Energie und Nährstoffe von einem Organismus zum anderen weitergegeben werden.