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Propaganda

Propaganda (lateinisch propagare: ausbreiten), Verbreitung von Ideen und Informationen mit dem Ziel der Manipulation. Die seit der Antike bekannte Propaganda ist eine spezielle Art von Werbung und bedeutet im heutigen Sprachgebrauch die ideologische Beeinflussung durch publizistische Organe. Der Begriff geht auf die päpstliche Congregatio de propaganda fide (Vereinigung zur Verbreitung des Glaubens) zurück, die Gregor XV. 1622 gründete. Da die Anhänger der Reformation dem Papst bei dieser Gründung machtpolitische Motive unterstellten, erhielt der Begriff der Propaganda einen bis heute spürbaren negativen Beigeschmack. Zu Beginn der Französischen Revolution war er als Begriff für den Kampf um die freiheitlichen Ideen allerdings wieder positiv besetzt.

Propaganda kann von oder im Auftrag von Einzelpersonen, Unternehmen, politischen Organisationen und Regierungen verbreitet werden. Unabhängig von ihrem jeweiligen Ziel versucht Propaganda meist durch Appelle zu wirken. Dabei ist der effektive Einsatz von Kommunikationsmitteln und Medien (Plakate, Radio, Fernsehen) unerlässlich.

Es gibt verschiedene Formen der Propaganda: Vor allem religiöse Propaganda ist seit langem bekannt. Politische Propaganda hat das Ziel, die öffentliche Meinung positiv gegenüber den Zielen und Wertvorstellungen einer bestimmten politischen Gruppierung oder der Regierung zu beeinflussen. Entsprechend zielte die vor allem während des 1. Weltkrieges eingesetzte so genannte Gräuelpropaganda darauf ab, durch fiktive Meldungen den militärischen und politischen Gegner moralisch in ein schlechtes Licht zu stellen. Im nationalsozialistischen Deutschland war Joseph Goebbels als Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda u. a. für die Entwicklung des Führerkultes um Adolf Hitler verantwortlich.

Durch die technischen Fortschritte bei den Massenmedien vermehren sich die Manipulationsmöglichkeiten und damit die Möglichkeiten der Propaganda. Siehe auch öffentliche Meinung; Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit).