Störe
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Störe
4. Gefährdung

Fast alle Störarten sind in ihrem Bestand bedroht. Ursachen sind die Überfischung, der Handel mit Kaviar, der Ausbau von Fließgewässern und die Wasserverschmutzung. Insbesondere der Europäische Hausen, aber auch der Sternhausen und andere Arten werden in großen Mengen zur Gewinnung von Störeiern gefangen.

Nach dem Zusammenbruch der UdSSR besteht kein Schutz mehr für die Störe im Kaspischen Meer, die dortigen Bestände sind drastisch geschrumpft: In den beiden letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts nahmen die Fangquoten, welche die Bestandssituation der Störe widerspiegeln, um etwa 90 Prozent ab. Auf Antrag der Bundesrepublik und der USA wurden 1997 alle Störarten in das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) aufgenommen; seit 1998 ist der Handel mit Kaviar deshalb genehmigungspflichtig und bedarf offizieller Aus- und Einfuhrdokumente. Das CITES-Sekretariat in Genf beschloss Anfang 2006 aufgrund der insbesondere auch durch illegalen Raubbau beeinflussten dramatischen Bestandssituation der Störe ein vorläufiges Verbot aller Kaviarexporte, soweit der Kaviar aus multinational befischten Gewässern stammt.