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| 3. | Wirkungen durch die Umlaufbahn |
Innerhalb jeder Eiszeit gibt es Klimaschwankungen, die man als Glaziale und Interglaziale oder Kalt- und Warmzeiten bezeichnet. Diese eiszeitlichen Zyklen lassen gewisse, zum Teil komplizierte mathematische Regelmäßigkeiten erkennen, die der jugoslawische Wissenschaftler Milutin Milanković (1879-1958) berechnet hat. Er führte die Klimaschwankungen auf Veränderungen der Erdumlaufbahn und Schwankungen der Sonneneinstrahlung zurück. Zu diesen astronomischen Zyklen gehören der so genannte Exzentrizitätszyklus (die Abweichung von der fast kreisförmigen Bahn der Erde), die zyklischen Schwankungen der Neigung der Erdachse gegenüber ihrer Bahnebene und der Präzessionszyklus (Schwankungen in der Lage der Erdachse). Diese Einflüsse werden wiederum von der Verteilung von Land und Meer verstärkt. Die Nordhalbkugel ist in der gegenwärtigen Eiszeit vor allem von Kontinenten bedeckt, wodurch auch das Klima der Nordhalbkugel kontinental geprägt ist. Die Südhalbkugel ist dagegen größtenteils von Meeren bedeckt und besitzt daher ein maritimes Klima. Wären Land und Meer auf beiden Halbkugeln gleichförmig verteilt, würde der Präzessionseffekt kompensiert werden.
Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Berechnung der Zyklen durch Milanković die zeitliche Folge beim letzten glazialen/interglazialen Zyklus nicht vollständig erklärt. Einige Forscher halten andere Einflüsse, darunter die Rückkopplung von Änderungen in den Meeresströmungen, für gleichermaßen wichtig.