Blaise Pascal
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Blaise Pascal
1. Einleitung

Blaise Pascal (1623-1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker, der als einer der großen Denker der westlichen Geistesgeschichte betrachtet wird.

Pascal wurde am 19. Juni 1623 in Clermont-Ferrand geboren, und seine Familie ließ sich 1629 in Paris nieder. Von seinem Vater unterwiesen, wurde Pascal bald zu einem mathematischen Wunderkind, und im Alter von 16 Jahren formulierte er einen seiner wichtigen Lehrsätze der projektiven Geometrie, der als Pascalscher Satz bekannt wurde und in seinem Werk Essai pour les coniques (1639, Über die Kegelschnitte) dargelegt wurde. 1642 erfand er die erste mechanische Addiermaschine. 1648 bewies Pascal experimentell, dass die Höhe einer Quecksilbersäule in einem Barometer vom Luftdruck abhängig ist. Diese Entdeckung bestätigte die Hypothese des italienischen Physikers Evangelista Torricelli über die Wirkung des Luftdruckes auf das Gleichgewicht von Flüssigkeiten. Sechs Jahre später formulierte Pascal in Zusammenarbeit mit dem französischen Mathematiker Pierre de Fermat die mathematischen Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung, die große Bedeutung für die Statistik bekommen hat, besonders in den Bereichen Versicherungs- und Bevölkerungsstatistik, aber auch wichtige Grundlage für Berechnungen in der modernen theoretischen Physik geworden ist. Zu Pascals weiteren wichtigen, wissenschaftlichen Leistungen zählt das Pascalsche Gesetz oder Prinzip, das besagt, dass in Flüssigkeiten der Druck gleichmäßig in alle Richtungen weitergeleitet wird, ferner seine Untersuchungen zur Infinitesimalrechnung. In seiner Lehre kommt zum Ausdruck, dass auf empirische, experimentelle Untersuchungen mehr Wert gelegt wird als auf analytische Methoden, sozusagen Wissen a priori. Pascal glaubte auch, der menschliche Fortschritt werde durch die ständige Zunahme der wissenschaftlichen Entdeckungen vorangebracht.