Maximilian I. (Heiliges Römisches Reich)
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Maximilian I. (Heiliges Römisches Reich)
2. Hausmachtpolitik

Nach Marias frühem Tod 1482 unterwarf Maximilian die rebellischen Stände in den Niederlanden und verteidigte in einem jahrelangen Krieg gegen Frankreich das burgundische Erbe; im Vertrag von Senlis von 1493 musste er lediglich das Herzogtum Burgund und die Picardie Frankreich überlassen.

1490, nach dem Tod König Matthias’ I. Corvinus von Ungarn, gewann er die habsburgischen Erblande zurück, die der ungarische König besetzt hatte, und im Frieden von Preßburg sicherte er 1491 die habsburgische Erbfolge in Ungarn und Böhmen. 1493 trat Maximilian, der bereits 1486, noch zu Lebzeiten seines Vaters, zum König gewählt worden war, die Nachfolge seines Vaters in den habsburgischen Erblanden und im Reich an. Zwei Jahre später nahm er – letztlich erfolglos – den Krieg gegen Frankreich wieder auf, diesmal in Norditalien, um hier seinen Einfluss zu wahren bzw. dem Haus Habsburg territorialen Gewinn zu verschaffen. Im Zusammenhang mit seiner Italienpolitik stand auch seine zweite Ehe: 1493 heiratete er Bianca Maria Sforza von Mailand.

1496 verheiratete Maximilian seinen Sohn Philipp den Schönen mit Johanna der Wahnsinnigen von Kastilien und Aragonien und leitete damit zwei Jahrhunderte habsburgischer Herrschaft in Spanien ein. Mit Ludwig XII. von Frankreich schloss er 1504 den Frieden von Blois und überließ ihm das Herzogtum Mailand als Reichslehen. 1508 nahm Maximilian zwar ohne Krönung durch den Papst, aber mit dessen Billigung den Kaisertitel an; er nannte sich nun „Erwählter Römischer Kaiser”. Ebenfalls 1508 schloss er sich in der Liga von Cambrai Frankreich gegen Venedig an; 1511 wechselte er wieder die Seiten und trat der Heiligen Liga (England, Spanien und der Papst) gegen Frankreich bei.