Maximilian I. (Heiliges Römisches Reich)
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Maximilian I. (Heiliges Römisches Reich)
4. Der „letzte Ritter”

Selbst hoch begabt und sehr gebildet, förderte Maximilian zahlreiche Künstler und Gelehrte, z. B. Albrecht Dürer und Albrecht Altdorfer (die auch das bekannte Gebetbuch Kaiser Maximilians mitgestalteten). Er verfasste selbst Schriften zur Jagd und zur Kriegskunst; die Verserzählung Theuerdank (1517), eine allegorische Schilderung von Maximilians Brautfahrt zu Maria von Burgund, geht zum Teil auf Entwürfe des Kaisers zurück, ebenso die autobiographische, ebenfalls allegorisch überhöhte Erzählung Weißkunig, die Maximilians Schreiber Marx Treitzsaurwein 1516 ausführte.

Maximilian verkörpert den Zwiespalt seiner Epoche, den Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit: Einerseits noch dem alten burgundischen Ritterideal verhaftet – Maximilian gilt als „der letzte Ritter” –, wies er als Herrscher zugleich in die beginnende Neuzeit, so z. B. im Militärwesen (Ausbau der Landsknechtheere und des Geschützwesens) und dessen teilweiser Finanzierung durch die „Privatwirtschaft”, die Fugger, sowie mit der Tatsache, dass er ohne Krönung durch den Papst als Kaiser legitimiert wurde; sein Enkel und Nachfolger auf dem Kaiserthron, Karl V., sollte schließlich 1530 als letzter Kaiser vom Papst gekrönt werden.