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Automatisierung
1. Einleitung

Automatisierung, das Herstellen von Bedingungen, unter denen es möglich ist, immer gleiche Vorgänge wiederholt und in immer gleicher Weise (d. h. reproduzierbar) auszuführen, ohne dass es hierzu eines gesonderten menschlichen Eingriffs bedarf.

2. Aspekte der Automatisierung

Durch geeignete Automatisierung lassen sich viele Dinge des täglichen Lebens für den Menschen stark vereinfachen und sogar dauerhaft verbessern. Die automatisierte Produktion beliebiger Güter kann so in hoher Präzision und gleicher Qualität erfolgen. Automatisierung ist besonders in den Bereichen notwendig, wo anderweitig Gefahr für den Menschen besteht. So erfolgt beispielsweise die Regelung von Kernreaktoren automatisch. Tatsächlich ist Automatisierung aber nicht immer und überall möglich bzw. wirtschaftlich. In manchen Fällen übersteigt der Aufwand für eine Automatisierung das Maß der zu erwartenden Vorteile. In diesen Fällen muss ein Kompromiss zwischen den Kosten und dem Nutzen gefunden werden.

3. Beispiel Fließband

Die klassische Montage am Fließband (siehe Förderanlage) veranschaulicht gut die hier getroffenen Kompromisse und die Vorteile für die Produktion. Die Anforderungen, die im Hinblick auf den Umfang der Qualifikationen an den einzelnen gestellt werden, sind eingegrenzt. Im Gegensatz dazu sind natürlich auf dem jeweiligen Spezialgebiet umfangreiche Qualifikationen gefordert. So lassen sich Produktivität des Einzelnen und Gesamtproduktion steigern, zugleich ein höherer Fertigungsstandard erzielen und ein günstigerer Endverbraucherpreis durchsetzen.

4. Regelungstechnik

Wo immer es um die Automatisierung träger Vorgänge geht, wo also die automatisch gesteuerten Anlagen nicht absolut verzögerungsfrei und immer gleich reagieren, muss Regelungstechnik eingesetzt werden. Dabei wird ständig die Ausgangsgröße der Regelung mit dem vorgegebenen Sollwert verglichen und bei Abweichungen korrigiert. So einen Kreislauf nennt man geschlossener (rückgekoppelter) Regelkreis. Ein berühmtes historisches Beispiel ist der von James Watt im Jahr 1788 erfundene Fliehkraftregler. Mit diesem rotierenden Ventilregler ließ sich die Drehzahl einer Dampfmaschine sehr exakt regeln.

5. Automatisierung im Bereich der Computer

Die Fähigkeit eines Computers besteht darin, dass bestimmte programmierte Algorithmen abgearbeitet werden. Damit stellt also bereits ein einfaches Programm, etwa ein Batchprogramm unter MS-DOS, eine bestimmte Automatisierung dar. Einige der leistungsfähigen Anwendungsprogramme wie etwa Textverarbeitungssysteme erfüllen ein hohes Niveau. Innerhalb dieser Anwendungen sind manche Vorgänge so komplex, dass es sich lohnt, eine häufig benutzte Prozedur innerhalb eines derartigen Anwendungsprogramms für den individuellen Bedarf zu automatisieren. Man nennt dies das Erstellen eines Makros. Dieses Verfahren ist bei modernen Anwendungen so einfach geworden, dass man lediglich einmal den gewünschten Vorgang wie gewohnt ausführt, dabei aufzeichnet und in einer Anwendungsdatenbank zum jederzeitigen Abruf abspeichert.

Die Vorgänge innerhalb eines Computers, die für die Programmierung Belang haben, können als verzögerungsfrei betrachtet werden, und die Resultate verhalten sich stets gleich. Für die Anwendung auf Computerebene ist es also nicht notwendig, Regelungstechnik zur Überwachung der programmierten Schritte einzusetzen.