Freihandel
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Freihandel
4. Argumente für den Protektionismus

Die Freihandelstheorie des Liberalismus ist zu keiner Zeit ganz verwirklicht worden. Die Vorherrschaft der protektionistischen Politik hängt zum Teil mit der Stärke industrieller Interessengruppen zusammen, die den ausländischen Wettbewerb fürchten. Für den Protektionismus gibt es folgende Argumente:

1. Die junge inländische Industrie könne sich nur ohne ausländische Konkurrenz entwickeln.

2. In Kriegszeiten könne einem das Ausland den Nachschub an wichtigen Gütern vorenthalten.

3. Der Protektionismus schütze die einheimische Industrie vor einem Dumping aus dem Ausland (Dumping bedeutet, dass ausländische Lieferanten Güter zu niedrigeren Preisen anbieten als im exportierenden Land, um Mitbewerber zu verdrängen und ein Monopol zu errichten.).

4. In Zeiten der Arbeitslosigkeit könne protektionistisches Handeln die Beschäftigung erhöhen. Verringere man die Importe, werde die Nachfrage nach inländischen Ersatzprodukten angeregt, wodurch die Produktion im Inland ausgeweitet werde.

5. Durch protektionistische Maßnahmen könne ein Land, auf dessen Exporte andere Länder stark angewiesen sind, seine Terms of Trade verbessern: Wenn es Zölle oder andere Einfuhrbeschränkungen verhänge, müssten die ausländischen Handelspartner ihre Exportpreise senken, damit sie genug Einkommen verdienten, um für die begehrten Güter aus dem Ausland zu zahlen.