| Fernão de Magalhães | Artikelansicht | ||||
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| 3. | Ein neuer Seeweg zu den Gewürzinseln |
Nach Auseinandersetzungen mit dem portugiesischen König Emanuel I. verließ Magalhães 1517 sein Heimatland. Er trat in spanische Dienste und warb für den Plan, einen westlichen Seeweg zu den Gewürzinseln zu suchen. Die Spanier hatten an einer solchen Route großes Interesse, da der östliche Weg durch den Indischen Ozean von den Portugiesen beherrscht wurde.
Magalhães’ Plan überzeugte die spanische Krone. Es gab Erzählungen von einer Meeresstraße im äußersten Süden der bewohnten Welt, durch die man vom Atlantischen Ozean in das Meer westlich des amerikanischen Kontinents gelangen könnte. Dorthin war bereits 1513 der spanische Entdecker Vasco Balboa vorgedrungen. Eine spanische Expedition nahm 1516 fälschlicherweise an, die Durchfahrt in der weiten Mündung des Río de la Plata im heutigen Argentinien gefunden zu haben.
1519 gewährte der spanische König Karl I. (Kaiser Karl V.) dem Portugiesen fünf Schiffe mit dem Auftrag, die geheimnisvolle Durchfahrt zu finden. Am 20. September verließ Magalhães Spanien mit seinem Flaggschiff, der Trinidad, und vier Begleitschiffen. Schon wenige Monate später fuhr er in die Mündung des Río de la Plata ein. Nach wochenlanger vergeblicher Suche setzte er seine Fahrt entlang der südamerikanischen Ostküste in Richtung Süden fort, bis er im Oktober 1520 die ersehnte Durchfahrt fand. Innerhalb von 21 Tagen tastete sich die Flotte durch die etwa 600 Kilometer lange, klippenreiche und gefährliche Meerenge zwischen dem südamerikanischen Festland und Feuerland. Am 27. November 1520 erreichte Magalhães – mit inzwischen nur noch drei Schiffen – die Westseite des Kontinents.