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| 2. | Anfänge und erste Erfolge |
Die Quäker waren schon lange Gegner der Sklaverei, noch bevor sie in Pennsylvania die Sklaverei 1688 öffentlich anprangerten. Denker der Aufklärung im 18. Jahrhundert kritisierten die Sklaverei als Verletzung der Menschenrechte. 1772 wurde die Sklaverei in England offiziell abgeschafft, als ein Gericht entschied, dass ein entflohener Sklave automatisch frei war, sobald er englischen Boden betrat. Die Verfassung, durch die Vermont von 1777 bis 1791 eine unabhängige amerikanische Republik war, schaffte die Sklaverei ebenfalls formell ab.
In den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts begannen sich die Gegner der Sklaverei in England zu organisieren, als William Wilberforce und die Clapham-Sekte – eine Gruppe wohlhabender Anglikaner – sich deutlich gegen den afrikanischen Sklavenhandel aussprachen. 1783 legten englische Quäker dem Parlament eine Petition gegen die Sklaverei vor. Die Verfassung der USA, die 1789 in Kraft trat, befristete den Sklavenimport auf weitere 20 Jahre; danach sollte er aufhören. Bis 1804 hatten dann auch alle amerikanischen Staaten nördlich von Maryland die Sklaverei abgeschafft. 1807, als das Einfuhrverbot in den USA in Kraft trat, untersagte auch das britische Parlament per Gesetz den Sklavenhandel mit Afrika; der Sklavenschmuggel ging trotzdem weiter.
Der Trend zur Abschaffung des Sklavenhandels setzte sich fort, zunächst in den ehemals spanischen Gebieten in Südamerika: in Venezuela und Mexiko (Ende der Sklaverei: 1810), Chile (1811) und Argentinien (1812). Bis 1823 hatte Chile alle Sklaven befreit, Mexiko folgte 1829 und Peru 1854. 1834 schaffte das britische Parlament die Sklaverei in Britisch-Westindien gegen Entschädigung der Besitzer und Ausbildungsvereinbarungen für die Sklaven ab. In den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts verbot auch Frankreich die Sklaverei in allen seinen Kolonialgebieten.