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| 2. | Vorkommen und Eigenschaften |
Platin tritt in Form von sechs natürlichen Isotopen auf und steht unter den Elementen der Erdkruste an 75. Stelle. Das Edelmetall kommt in Erzen (z. B. von Eisen, Blei, Kupfer, Silber, Gold) häufig in gediegener Form sowie in Begleitung anderer Platinmetalle vor, etwa in Iridosmium oder Ferroplatin. Wichtige Platinerze sind das arsenhaltige Sperrylith (PtAs2) und die schwefelhaltigen Erze Cooperit (PtS) und Braggit ((Pt,Pd,Ni)S).
Reines Platinmetall ist duktil (schmiedbar) und dehnt sich beim Erhitzen leicht aus. Es schmilzt bei 1 772 °C und siedet bei 3 830 °C. Seine Dichte liegt bei 21,45 Gramm pro Kubikzentimeter, seine Härte bei 4,3 und seine Atommasse bei 195,09 u.
In Verbindungen tritt Platin mit den Oxidationsstufen 0 bis +6 auf, vor allem mit den Oxidationsstufen +2 und +4. Chemisch ist das Edelmetall relativ inert und beständig gegen feuchte Luft, Wasser, Säuren und gegen zahlreiche andere Chemikalien. Dagegen löst sich das Metall unter Bildung von Hexachloroplatinsäure (H2PtCl6) in Königswasser, einer Mischung aus Salpetersäure und Salzsäure (siehe Chlorwasserstoff), und wird bei hohen Temperaturen von Halogenen angegriffen. Platin reagiert außerdem mit Natriumhydroxid, Natriumnitrat und Natriumcyanid. Fein verteiltes Platin kann ähnlich wie Palladium große Mengen Wasserstoff absorbieren.