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| 4. | Anwendung |
Gold war schon in frühesten Zeiten bekannt und hatte stets einen hohen Wert, nicht nur wegen seines Aussehens und seiner Beständigkeit, sondern weil es auch einfacher als alle anderen Metalle zu bearbeiten und leichter in reiner Form zu gewinnen ist. Die ältesten Gegenstände aus Gold stammen aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. Bereits im Altertum wurde Gold als Münzmetall eingesetzt und stellt heute noch den Bezugswert bei internationalen Geldtransaktionen (siehe Goldwährung) dar.
Der größte Teil des Goldes wird zu Schmuck verarbeitet (siehe Metallarbeiten). Geringere Mengen dienen zur Herstellung elektronischer Bauteile (elektrische Schalter, Kontakte, Thermoelemente etc.) und Münzen. Für Schmuck wird Gold stets mit anderen Metallen, meist Kupfer und Silber, legiert, um eine ausreichend hohe Härte zu erzielen. So genanntes Weißgold enthält neben Gold die Metalle Zink und Nickel oder auch Platinmetalle.
Der Goldgehalt in Legierungen wird oft in der eigentlich nicht mehr gültigen, aber noch üblichen Maßeinheit Karat angegeben. Die Karatskala hat 24 Teile: Eine Legierung, die zu 1/24 aus Gold besteht, hat ein Karat, während reines Gold 24 Karat besitzt. Die gültige Maßeinheit für den Goldgehalt in Schmucklegierungen ist das Promille (bzw. Prozent); am gängigsten sind hier die Werte 333, 585 und 750. Die Angabe 750 bedeutet: Die Legierung enthält 750 Tausendstel Gold, besteht also zu 75 Prozent oder zu 3/4 aus Gold, was wiederum 18 Karat entspricht (18 Karat = 18/24 = 3/4).
In Form dünner Folien dient Gold zum Verzieren und Beschriften von Gegenständen. Zum Färben von rubinrotem Glas (Goldrubinglas) kommt Cassius’scher Goldpurpur zum Einsatz. Er besteht aus feinverteiltem Gold und Zinndioxid und lässt sich durch Umsetzung von Goldchlorid mit Zinnchlorid in wässriger Lösung gewinnen. Lösungen von Kalium- bzw. Natriumdicyanoaurat, K- bzw. Na[AuCN2] verwendet man zum elektrolytischen Beschichten mit Gold. Auch in der Zahnmedizin wird Gold angewandt. Bestimmte Radioisotope des Goldes nutzt man in der biologischen Forschung sowie bei der Behandlung von Krebs (siehe Tracer).