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Hainan, Inselprovinz im Südosten Chinas, im Südchinesischen Meer, südlich der Halbinsel Leizhou, von der sie durch die 24 Kilometer breite Hainanstraße getrennt ist.
Im Osten der Insel Hainan liegt der Golf von Tonking. Hainan ist etwa 260 Kilometer lang und bis zu 180 Kilometer breit. Im Süden liegt eine Reihe von Bergketten, deren höchster Berg 1 829 Meter hoch ist. Zudem befinden sich auch einige erloschene Vulkane auf der Insel. Die Hänge und Täler sind mit tropischer Vegetation bewachsen. Die nördliche Hälfte der Insel besteht zum großen Teil aus Ebenen. Hainan ist reich an Bodenschätzen, darunter Gold, Zinn, Eisenerz, Blei und Silber. Dennoch hat die Landwirtschaft die größte wirtschaftliche Bedeutung. Haupterzeugnisse sind Reis, Gummi, Kokosnuss, Zucker, Betelnuss und Ananas. Daneben werden auch Schweine, Rinder und Enten gezüchtet.
Einwohner chinesischen Ursprungs machen etwa zwei Drittel der Bevölkerung Hainans aus. Die Urbevölkerung, dort Maiu und Loi genannt, bewohnt die Bergregionen. Die Maiu stammen ursprünglich vom chinesischen Festland. Die Loi weisen Ähnlichkeit mit dem Volksstamm der Igorot von den Philippinen auf, sie sprechen auch eine Sprache derselben Sprachfamilie. Hainan war seit 111 v. Chr. in chinesischem Besitz. Im Februar 1939 besetzten die Japaner die Insel. Sie wurde 1945 durch chinesische Nationalisten übernommen und ging 1950 an die chinesischen Kommunisten über. Zunächst war Hainan Teil der Provinz Guangdong, wurde aber 1988 eine eigenständige Provinz. Die Hauptstadt Haikou ist zugleich größte Stadt und wichtigster Seehafen. Ihre Einwohnerzahl beträgt etwa 438 000.
Die Fläche der Insel beträgt rund 33 991 Quadratkilometer, die Einwohnerzahl etwa 6,6 Millionen.