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| 1. | Einleitung |
Indianer, indigene Völker des amerikanischen Doppelkontinents.
Der Begriff Indianer wurde von Christoph Kolumbus geprägt, der das von ihm entdeckte amerikanische Festland und die karibischen Inseln irrtümlicherweise für einen Teil Indiens hielt. Er ist irreführend, da dadurch Kulturen zusammengefasst werden, die weder sprachlich noch kulturell die Gemeinsamkeiten aufweisen, die die Zusammenfassung unter einem Oberbegriff sinnvoll erscheinen lassen. Allerdings haben sich im Lauf der Kolonialgeschichte, während der diese unterschiedlichen Kulturen systematisch zerstört oder assimiliert wurden, in den einzelnen amerikanischen Staaten soziale Schichten, in aller Regel Unterschichten, herausgebildet, die sich aus den Nachfahren der präkolumbianischen Bevölkerungen zusammensetzen. Die offizielle Bezeichnung für sie in den Vereinigten Staaten lautet Native Americans, lateinamerikanische indianische Interessenvertretungen benutzen häufig den Begriff Indígenas.
In diesem Artikel werden die indigenen Völker Nordamerikas, Mesoamerikas (Mexiko und Zentralamerika) sowie Südamerikas behandelt.