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Menander

Menander, griechisch Menandros, (342-291 v. Chr.), griechischer Dramatiker und führender Dichter der Neuen Komödie, geboren und gestorben in Athen.

Menander schrieb mehr als 100 Komödien, von denen viele in Athen auch noch nach seinem Tod aufgeführt wurden. Fragmente von sieben Originalstücken, die in Ägypten gefunden wurden, enthalten große Teile aus Epitrepontes (nach 304; Das Schiedsgericht), Perikeiromene (nach 314; Die Geschorene) und Samia (nach 315). 1958 wurde auf einem ägyptischen Papyrus der Biblioteca Bodmeriana in der Nähe von Genf der erste vollständige Text von Menander, Dyskolos (Der Unfreundliche), später dann Samia und Aspis wiedergefunden. 1963 entdeckten Archäologen in Mumienkartonage Bruchstücke des Sikyonios. Menanders Komödien sind zumeist ähnlich aufgebaut. Sie spielen im athenischen Bürgermilieu, schildern Liebesverwicklungen bzw. die sich daraus ergebenden Intrigen und geben somit Einblick in menschliche Schwächen und die Komplikationen des täglichen Lebens. Menander-Adaptationen der römischen Dramatiker Plautus und Terenz sind noch heute erhalten. Mit seiner Dramatik hatte Menander beträchtlichen Einfluss auf spätere Dichter wie z. B. Molière und Carlo Goldoni. Die im 1. Jahrhundert n. Chr. entstandene Sammlung Menanders Gnomen enthält vermutlich nur wenige Sprüche, die tatsächlich auf den griechischen Dramatiker zurückgehen.