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Kap Hoorn

Kap Hoorn, Landspitze im Süden Chiles auf der zum Feuerland-Archipel gehörenden Insel Horn Island. Das Kap Hoorn ragt in die Drake Passage vor, eine Meeresstraße, die den Südatlantik mit dem Südpazifik verbindet. Der holländische Seefahrer Willem Cornelis Schouten, der als Erster ums Kap segelte (1616), benannte es nach seinem Geburtsort Hoorn in den Niederlanden. Er nahm an, dass Kap Hoorn der südlichste Punkt Südamerikas wäre. 1618 konnte das Felsmassiv von spanischen Schiffen umrundet werden. Dabei wurden die noch südlicher gelegenen Diego-Ramirez-Inseln entdeckt. Das Felsmassiv des Kaps erhebt sich bis zu einer Höhe von 424 Metern. Das Umfahren von Kap Hoorn ist wegen Stürmen, starken Strömungen und Eisbergen äußerst gefährlich. Zudem wird die Schifffahrt an mehr als 300 Tagen im Jahr durch Nebel und Regen behindert. Im Zeitalter der Segelschiffe zerschellten Hunderte von Schiffen beim Versuch, Kap Hoorn zu umrunden. Erste ausführliche Berichte über die Region um Kap Hoorn stammen von James Cook.