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Kiwis, drei flugunfähige Vogelarten, die nur in Neuseeland und auf angrenzenden kleinen Inseln vorkommen. Sie stehen unter strengem Schutz, nachdem ihr Bestand im 19. Jahrhundert durch den Handel mit ihren Federn und durch eingeschleppte Raubtiere stark reduziert wurde.
Die Weibchen der beiden größeren Arten, Streifenkiwi und Haastkiwi, sind circa 50 Zentimeter lang; das Weibchen des Zwergkiwis misst etwa 40 Zentimeter. Die Männchen sind jeweils kleiner. Die Nasenlöcher sitzen bei den Kiwis an der Spitze der langen, schlanken Schnäbel, was bei Vögeln einzigartig ist. Der Körper ist stämmig, die Beine sind kurz, aber kräftig. Die drei vorderen Zehen sind mit starken Krallen bewehrt. Kiwis sind nachtaktiv, ihre Augen sind sehr klein und wenig leistungsfähig. Ihre Nahrung, die sie mit ihrem Geruchssinn aufspüren, suchen diese Vögel am Boden: Sie fressen hauptsächlich Würmer und andere Wirbellose, Samen und Beeren. Kiwis fehlt ein Schwanz, und die rudimentären Flügel sind unter dem dichten Gefieder verborgen.
Kiwieier sind im Verhältnis zur Körpergröße des Weibchens größer als die jedes anderen Vogels, ihr Gewicht beträgt etwa ein Viertel des Körpergewichts. Gelegentlich werden zwei Eier gelegt – das zweite jedoch erst rund einen Monat nach dem ersten, da im Körper anderenfalls kein Platz für seine Entwicklung wäre. Das Ausbrüten der Eier wird hauptsächlich von den Männchen übernommen und dauert 71 bis 84 Tage. Wie die neuseeländische Forest and Bird Society 1999 mitteilte, gibt es auf Neuseeland noch insgesamt 70 000 Kiwis, das ist gut 1 Prozent der Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts vorhandenen Bestände.
Systematische Einordnung: Kiwis bilden die Familie Apterygidae. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Streifenkiwis lautet Apteryx australis, der Haastkiwi heißt Apteryx haastii und der Zwergkiwi Apteryx owenii.