Kernchemie
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Kernchemie
4. Kernreaktionen

In der Kernchemie kennt man zahlreiche Arten von Kernreaktionen, die mit dem Einfang oder der Emission von bestimmten Elementarteilchen einhergehen. Bei diesen Reaktionen entstehen meist instabile Isotope, die sich anschließend in eine andere Kernart umwandeln. Beschießt man beispielsweise Natrium mit Neutronen, so gehen einige der stabilen ®Na-Kerne in radioaktive ²Na-Kerne über:

®Na + ¦n→²Na + g

Diesen Vorgang bezeichnet man allgemein als Neutroneneinfang. Diese Kernreaktion ist u. a. wichtig bei den schweren Elementen, denn sie dient zur Herstellung und Gewinnung von anderen Isotopen. So ist beispielsweise die Erzeugung von Neptunium aus °U eine typische Neutroneneinfangreaktion:

Neptunium wurde als erstes Transuran entdeckt (siehe Periodensystem; Transurane).

Weitere ausgewählte Beispiele für Kernreaktionen sind die Emission von Neutronen, Protonen oder auch Betateilchen. Letztere nutzt man beispielsweise in der so genannten Aktivierungsanalyse (siehe unten). Natürlich gibt es auch Fälle, bei denen größere Elementarteilchen wie z. B. Alphateilchen an der Reaktion beteiligt sind. Darüber hinaus können Kernreaktionen auch dann eintreten, wenn man das Ausgangsmaterial mit kurzwelligen Gammastrahlen behandelt (siehe unten).