E. T. A. Hoffmann
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Nachwirkung |
Während Hoffmann nach seinem Tod in Deutschland schnell in Vergessenheit geriet, fand er vor allem in Frankreich zahlreiche Nachahmer und Bewunderer (Gérard de Nerval, Théophile Gautier, Charles Baudelaire und andere) und einen kongenialen Nachfahren in Edgar Allen Poe. Erst die Blüte der phantastischen Novellistik um 1900 führte zu einer Hoffmann-Renaissance in Deutschland, und die neuere germanistische Forschung hat schließlich das Zerrbild vom eindimensionalen „Gespenster-Hoffmann” korrigiert und ihn als einen der größten deutschen Erzähler gewürdigt. Der phantastische Stummfilm griff früh Themen Hoffmanns auf, u. a. Léo Delibes Ballett-Fassung seiner Erzählung Der Sandmann (Coppélia, 1900, von Georges Meliès). Die nach wie vor wohl populärste Adaption von Hoffmanns Erzählungen schuf Jacques Offenbach mit seiner Oper Les Contes d’Hoffmann (1880), die allerdings in verfälschender Weise das Bild vom exzentrischen Dichtergenie und seiner Gespensterwelt kolportiert. Die 1931 gegründete E.-T.-A.-Hoffmann-Gesellschaft ist in Bamberg und Berlin ansässig.
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