Aufklärung
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Aufklärung
2. Beginn der Aufklärung

Vordenker der Aufklärung waren die Philosophen René Descartes und Baruch Spinoza, der Staatstheoretiker Thomas Hobbes, der Begründer des Empirismus John Locke, der französische Skeptiker Pierre Bayle sowie der Naturwissenschaftler Isaak Newton.

Im Zentrum der so genannten Aufklärungsphilosophie stehen eine Abkehr von einer mystisch-spekulativen Tradition und der Glaube an die Kraft der menschlichen Ratio: Überlieferte Werte, Institutionen, Konventionen und Normen wurden bewusst in Frage gestellt, um ihre rationale Legitimation zu überprüfen. Als einer ihrer Hauptvertreter definierte der deutsche Philosoph Immanuel Kant Aufklärung dementsprechend als „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Hilfe eines anderen zu bedienen”. Das Motto des Zeitalters fasste Kant als „Sapere aude!” zusammen: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstands zu bedienen!” ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Während der Epoche der Aufklärung kam der Naturwissenschaft eine wachsende Bedeutung zu. Der wissenschaftlichen Erkenntnis durch Naturbeobachtung und Experiment wurde eine größere Rolle beigemessen als dem Studium der Schriften des Aristoteles und der Bibel, die bis dahin als Autoritäten und als unanfechtbare Quellen des Wissens galten. Obwohl die meisten Denker der Aufklärung die Kirche, vor allem die katholische Kirche, wegen ihres Reichtums, ihres Machtmissbrauchs und ihres Dogmatismus kritisierten, lehnten sie dennoch die Religion nicht grundsätzlich ab, sondern vertraten einen gemäßigten Deismus, der davon ausging, dass Gott nach Erschaffung der Welt in deren Lauf nicht mehr eingreife.