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Marshall McLuhan

Marshall McLuhan (1911-1980), kanadischer Schriftsteller und Kommunikationsforscher. Seine Aussage „Das Medium ist die Botschaft” wurde in den sechziger Jahren zu einem Leitsatz der Kommunikationswissenschaft.

McLuhan wurde am 21. Juli 1911 in Edmonton geboren und studierte an den Universitäten von Manitoba und Cambridge; später lehrte er selbst an verschiedenen kanadischen und amerikanischen Hochschulen, u. a. englische Literatur in Toronto. In dieser Zeit entstand The Mechanical Bride (1951), eine Auseinandersetzung sowohl mit der Literatur der Moderne wie auch mit der Populärkultur (Reklame, Comics, Trivialliteratur etc.). Bekannt wurde McLuhan 1962 durch seine Studie The Gutenberg Galaxy: The Making of Typographic Man (Die Gutenberg Galaxis: Das Ende des Buchzeitalters), indem er den Untergang des Buchs im medialen Zeitalter prophezeite; dennoch verfasste er auch weiterhin mehrere, zum Teil ungewöhnlich illustrierte Bücher, darunter Understanding Media: The Extensions of Man (1964; Die magischen Kanäle) und The Medium Is the Massage: An Inventory of Effects (1967; Das Medium ist Massage). Seine innovativen, stark kulturkritischen Kommunikationstheorien basierten auf dem anthropologisch begründeten Gedanken, dass der Einfluss der elektronischen Medien – insbesondere der des „heißen”, d. h. vom Rezipienten nicht mehr kontrollierbare Medium des Fernsehens – weit über die Funktion als Botschaftsvermittler hinausgehe und die menschliche Natur grundlegend wandle. Ferner betonte der Kommunikationsforscher die Notwendigkeit einer Einsicht in die durch elektronische Medien verursachten Veränderungen innerhalb der Alltagskultur. McLuhan starb am 31. Dezember 1980 in Toronto.