Thallium
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Thallium
3. Anwendungen

Thalliumsulfat, das geruch- und geschmacklos sowie sehr giftig ist, dient als Rodentizid (Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Nagetiere, wie beispielsweise Ratten oder Mäuse). Es darf allerdings nur in geschlossenen Räumen angewandt werden. Bei Thalliumvergiftungen gibt man medizinische Lösungen aus Eisen(III)hexacyanoferrat(II) (Berliner Blau) als Gegenmittel. Mit Thallium aktivierte Natriumiodidkristalle werden in den Photomultiplierröhren tragbarer Szintillationszähler (siehe Teilchendetektor) zum Nachweis von Gammastrahlen eingesetzt. Thalliumbromide und -iodide werden als so genannte optische Fenster in der Infrarotspektroskopie eingesetzt. Thallium bildet mit Quecksilber eine Legierung, die bei -60 °C erstarrt – reines Quecksilber wird bereits bei knapp -39 °C fest. Diese Legierung eignet sich daher für Thermometer, Relais und Schalter, die man z. B. bei arktischen Temperaturen einsetzen kann. Thalliumsalze brennen mit einer hellgrünen Flamme. Deshalb setzt man sie u. a. bei Signalfeuern ein.