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Fliegenschnäpper

Fliegenschnäpper, Familie der Sperlingsvögel, die mit etwa 400 Arten fast weltweit verbreitet ist. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten, die sie im Fluge (meist von einer höher gelegenen Stelle aus) oft mit hörbarem Schnappen erbeuten. Als Anpassung an diese Lebensweise ist der Schnabel der Fliegenschnäpper mit Federborsten umgeben, die bei der Flugjagd wie eine Reuse wirken. Ihre Beine sind in der Regel schwach entwickelt, da die Tiere selten auf den Boden kommen. Vor allem tropische Arten haben ein farbenprächtiges Gefieder. In Mitteleuropa kommen vier Arten vor. Zu ihnen gehört der Grauschnäpper, ein graubrauner Vogel mit heller, an der Kehle gesprenkelter Brust, der Waldränder, Obstpflanzungen und Gärten bewohnt. Der Zwergschnäpper, dessen Männchen auf den ersten Blick unserem Rotkehlchen ähnelt, ist in seinem Bestand gefährdet. Zu den am besten untersuchten Singvogelarten zählt der schwarzweiß gefärbte Trauerschnäpper, der lichte Wälder und Parkanlagen besiedelt. Die Männchen verteidigen Reviere mit mehreren Weibchen. Die Nester befinden sich in Baumhöhlen oder Nistkästen, die Gelege werden von den Weibchen allein bebrütet. Der Halsbandschnäpper ist durch einen weißen Halsring gekennzeichnet. Alle europäischen Fliegenschnäpperarten sind Zugvögel und verbringen den Winter in den Tropen.

Systematische Einordnung: Fliegenschnäpper bilden die Familie Muscicapidae. Der Grauschnäpper wird wissenschaftlich als Muscicapa striata bezeichnet, der Zwergschnäpper als Ficedula parva und der Trauerschnäpper als Ficedula hypoleuca. Der lateinische Name des Halsbandschnäppers lautet Ficedula albicollis.