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| 2. | Vorkommen und Eigenschaften |
In der Natur kommt Lanthan in Form der Isotope 138La und 139La vor; am häufigsten ist 139La (99,91 Prozent). Daneben sind über 35 künstliche radioaktive Lanthanisotope mit Halbwertszeiten von wenigen Nanosekunden bis zu 60 000 Jahren bekannt. Unter den Elementen der Erdkruste steht Lanthan an 28. Stelle. Das Metall kommt in der Natur nur in gebundener Form vor, meist zusammen mit anderen Seltenerdmetallen in Mineralien wie Allanit und Monazit sowie Calcit und Fluorit.
Reines Lanthanmetall hat einen silberweißen Glanz, ist duktil und walzbar und bei Raumtemperatur sehr weich. An der Luft wird es relativ schnell oxidiert. Mit Wasser bildet sich Lanthan(III)-hydroxid und Wasserstoff:
2La + 6H2O → 2La(OH)3 + 3H2.
Lanthan schmilzt bei 918 °C und siedet bei 3 464 °C. Seine Dichte liegt bei 6,15 Gramm pro Kubikzentimeter, seine Atommasse beträgt 138,91 u. Unterhalb einer Temperatur von sechs Kelvin zeigt Lanthanmetall supraleitende Eigenschaften.
Lanthan reagiert bei höheren Temperaturen mit Schwefel, Halogenen und anderen Nichtmetallen. In seinen meist farblosen oder weißen Verbindungen tritt es mit den Oxidationszahlen +2 und +3 auf, am häufigsten ist die Oxidationsstufe +3.