Jakarta
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Jakarta
4. Geschichte

Generalgouverneur Jan Pieterszoon Coen, der als Begründer des niederländischen Kolonialreiches in Ostindien gilt, ließ auf den Überresten älterer Siedlungen die Ortschaft Batavia erbauen. Die Stadt entwickelte sich als Zentrum des Gewürzhandels zum Hauptsitz der Niederländischen Ostindischen Kompanie und zum politischen Zentrum von Niederländisch-Indien. Von ihrer Basis in Batavia aus kontrollierten die Niederlande im 18. und 19. Jahrhundert weite Teile Südostasiens. Im 2. Weltkrieg war die Stadt von März 1942 bis August 1945 von japanischen Truppen besetzt. Am 17. August 1945 wurde hier die Unabhängigkeit Indonesiens erklärt. Die Stadt wurde in Jakarta umbenannt und 1950 Hauptstadt der Republik Indonesien.

Die Bevölkerung Jakartas stieg von etwa 600 000 im Jahr 1945 auf mehr als vier Millionen im Jahr 1970. Um das Bevölkerungswachstum einzudämmen, erließ die Stadtverwaltung in jenem Jahr eine Zuzugsbeschränkung, nach der nur noch Personen mit Arbeitsstelle nach Jakarta ziehen dürfen. Trotzdem ging die Bevölkerungszunahme ungehindert weiter.

Schon mehrfach führten heftige Regenfälle zu Überschwemmungen ganzer Stadtteile. Besonders schwer waren die Auswirkungen der Niederschlagsperiode Anfang 2007, bei der etwa drei Viertel des Stadtgebietes bis zu vier Meter hoch überflutet waren und Hunderttausende von Bewohnern obdachlos wurden.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 12,30 Millionen.